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Was kostet Strom aus Erneuerbaren Energien den Strom-Verbraucher? Immer wieder werden Erneuerbare Energien für die Erhöhung des Strom-Preises verantwortlich gemacht. Viele Strom-Anbieter erklären sogar ausdrücklich in ihren Anschreiben, dass ihre Strompreiserhöhungen auf die gestiegenen Kosten bei der Förderung Erneuerbarer Energien zurückzuführen sind. Deshalb hat Strom aus Erneuerbaren Energien wie Photovoltaik für viele Verbraucher einen faden Beigeschmack. Aber welchen Anteil hat Strom aus Erneuerbaren Energien wirklich am Strom-Preis? Umlage für Strom aus Photovoltaik ist gering Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet beispielsweise jede Kilowattstunde an eingespeistem Strom aus Photovoltaik. Die Vergütungssumme für den gesamten eingespeisten Strom aus Erneuerbaren Energien wird dann auf alle Strom-Verbraucher umgelegt. Somit wird die Vergütung von Strom aus Photovoltaik nur von den Verbrauchern getragen. Momentan liegt der Satz monatlich bei nicht einmal 3 Euro pro Haushalt. Das ist ein Anteil von weniger als 5 Prozent am gesamten Strom-Preis. Auch in Zukunft werden sich diese Kosten nur minimal erhöhen. Die Erhöhungen des Strom-Preises seitens der Strom-Anbieter schlägt aber mit weit mehr zu Buche. „Schon heute rechnen alle uns bekannten Strom-Versorger eine um mindestens 0,1 Cent pro Kilowattstunde erhöhte EEG-Umlage ab. Erneuerbare Energien rechtfertigen keine weitere Preiserhöhung“, erklärt Milan Nitzschke, Geschäftsführer beim Bundesverband für Erneuerbare Energien (BEE). Eine detaillierte Aufschlüsselung des Strom-Preises zeigt deutlich, dass die Erhöhung auf gestiegene Kosten für Strom-Erzeugung, Verteilung und seinen Vertrieb zurückzuführen ist. Strom aus Erneuerbaren Energien senkt auf Dauer die Kosten Strom aus Erneuerbaren Energien wie Photovoltaik taugt demnach nicht als Argument für Strompreiserhöhungen. Im Gegenteil: bei genauerer Betrachtung stellt sich sogar heraus, dass die Strom-Verbraucher mit Strom aus Erneuerbaren Energien wie Photovoltaik und dem EEG mehr Geld einsparen, als sie dafür ausgeben. Das durch Strom aus Erneuerbaren Energien vergrößerte Strom-Angebot senkt sogar die Strom-Preise. Pro Jahr können die Verbraucher so 5 Milliarden Euro sparen, gibt das Bundesumweltministerium an. „Den Preis dämpfenden Effekt Erneuerbarer Energien erleben wir momentan besonders eindrucksvoll. Obwohl sechs Atomkraftwerke abgeschaltet sind und die Konjunktur brummt, verharren die Spotmarktpreise auf niedrigem Niveau“, betont Nitzschke. Leider wurden die Einsparungen noch nicht an die Strom-Verbraucher weiter gegeben. „Es wird offenbar versucht, die Verbraucher abzuzocken und dafür die Erneuerbaren Energien als Sündenbock heranzuziehen“. Die steigenden Strom-Preise sollen demnächst kartellrechtlich untersucht werden. Meist werden andere Preis senkende Effekte außer Acht gelassen, die sich durch die Strom-Gewinnung aus Erneuerbaren Energien ergeben. So zum Beispiel die positiven Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Beschäftigungszahlen. Rund 250.000 Beschäftigte arbeiten im Sektor Energie. Etwa die Hälfte davon ist direkt auf das EEG zurückzuführen. Dazu kommen enorme eingesparte Kosten, die durch den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid entstanden wären. Allein im Strom-Sektor konnten die Emissionen um 79 Millionen Tonnen gesenkt werden. Außerdem vermeiden Erneuerbare Energien die Import-Kosten für fossile Brennstoffe wie Öl oder Erdgas. Hierdurch ergaben sich bislang Einsparungen in Höhe von 1 Milliarde Euro.